Wer diese Meldung vom 8. August liest, koennte das vermuten:
Nachbarin schoss einen Partygast tot
Nach der Meldung scheint eine lautstarke Partygesellschaft eine alkoholisierte Nachbarin getroffen zu haben, die wiederum im Rausch ihre Ruhe "erschoss".
Ziemlich traurig, aber bei vielen nachbarlichen Auseinandersetzungen ist entweder Alkohol, ein Beziehungsproblem oder beides beteiligt.
Normalnachbar/-in moechte eigentlich nichts damit zu tun haben, wofuer ich sogar ein gewisses Verstaendnis aufbringe. Bei uns gab es vor einigen Jahren ebenfalls einen Mieter, der nachts sehr aktiv war und sich auch schonmal mit seiner Frau stritt. Da ich innerhalb des Hauses weitab vom Schuss wohnte, habe ich das nie mitbekommen, bis mich mehrere Nachbarn eines Abends aufsuchten, damit ich mir das selbst anhoere.
Todesmutig habe ich tatsaechlich an der Wohnung geklingelt und mir wurde aufgemacht, waehrend die anderen Nachbarn oben am Treppengelaender aengstlich auf uns herabblickten.
Ja, die Eheleute befanden sich offensichtlich in einer Auseinandersetzung, zerbrochenes Geschirr lag auf dem Flur und die kleine Tochter, die mir aufmachte, sah verheult aus.
Viel ausrichten konnte ich leider nicht, immerhin haben die beiden Streithaehne erstmal mich angegeifert, bevor sie voneinander abgelassen haben und die Frau, glaube ich, das Feld aeumte.
So ganz bin ich durch die Familiengeschichte nicht durchgestiegen, aber sie haben sich wohl scheiden lassen und der Sohn ist zur Mutter, waehrend die Tochter beim Vater blieb, der leider mit dem Gesetz ein bisschen auf Kriegsfuss stand. Inzwischen ist er irgendwo verschollen. Was mit der Tochter geschehen ist? Keine Ahnung. Das Maedchen hat mir jedenfalls ziemlich leid getan. An dem Abend ist nicht nur Geschirr zerbrochen.
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