Irgendwie verschätze ich mich immer noch mit dem zeitlichen Aufwand, den eine Wohnungsabnahme oder -übergabe verursacht. Oder ich bin zu geschwätzig.

Gestern ist es für einige Kandidaten eine Stunde geworden, inklusive einem noch zu unterschreibenden Mietvertrag war ich dann um 6 glücklich wieder zu Hause.
Jetzt muss ich noch jede Menge Reparaturen und andere Dinge veranlassen, Wohnungsübergaben gehen trotz Vorabnahmen doch irgendwie nie so ganz reibungslos über die Bühne.
Die Haustür ist zwar nicht insgesamt kaputt, aber durch einen gewaltsam eingebrachten Keil gespalten worden, ein Stück davon hing noch drin. Muss geleimt und gestrichen werden, dann hoffen, dass es wenigstens bis zum nächsten Keil hält. Derjenige welche war nicht herauszufinden, obwohl wir jeden angesprochen haben, der uns über den Weg lief.
In Wohnung Nr. 1 gab es mehrere Flecken auf dem Linoleum, nicht nur einen. Das passiert, wenn Blumentöpfe ohne Untersetzer auf dem Boden stehen. Dass aber auch eine Fussmatte so stark abfärbt, hätte ich nicht gedacht. Nebenbei habe ich eine ziemlich verkratzte Stelle übersehen, die mir erst bei der Übergabe an den neuen Mieter aufgefallen ist. Nun steht sie nicht im Abnhameprotokoll, dafür aber die Flecken.
In Wohnung Nr. 2 hat irgendjemand so gut gestrichen, dass sich die eine Zimmertür weder schliessen noch der Schlüssel im Schloss drehen lässt. Seit drei Umzügen schleppe ich eine an einer Stelle mit mehreren Löchern versehene Balkontür im Protokoll mit. Scheint niemanden zu stören. Ob die Elektrogeräte der Einbauküche noch funktionieren, konnte ich nicht testen, da der Mieter bereits den Strom hatte abstellen lassen. Das ist auch plöd.
Im Gewölbekeller kann man sich verlaufen. Und stösst auf jede Menge Spinnweben. Und Spinnen!
Unser Künstler hatte weder den Schrott aus dem Vorgarten geräumt, noch die Treppenstufe instandgesetzt. Dafür verteilte er weiteren Schrott im Treppenhaus, kaputte Bettgestelle hie und da. Im Keller fanden wir Teile einer Grossküche, z.B. eine Fritteuse. Da ich gerade mit anderen Sachen beschäftigt war, konnte ich den Künstler nicht fragen, welche Lichtskulptur er denn aus einer Edelstahlfritteuse zu basteln gedenkt.
Kommentare
Mo, 26.07.2010 14:35
Moderne Deportation. Zeigt an, daß die Deutschen ihr Herrenm enschentum noch nicht ganz abg elegt haben.
Mo, 26.07.2010 14:32
Ewig das Gemeckere, schliessli ch war doch das Wasser für die Toilettenspülung und das Toil ettenpapier kostenlos.
Mi, 23.06.2010 15:36
Tele** hat der ** mit getei lt welcher Mieter, erst mal o hne Namen, Wohnung Nr.sowieso hat kein Kabel. Daraufh [...]
Di, 18.05.2010 23:54
Da nicht nur eine Mietpartei, sondern dank Funkvernetzung da s ganze Haus aufschrecken täte , hoffe ich jedenfalls, [...]
Di, 18.05.2010 19:40
Mir könnte man das schwer verk aufen: 1,50 Euro mehr pro Mona t und dafür 2-3 mal im Jahr zw ischen 2 und 5 Uhr nacht [...]