Der Sterbezeitpunkt ist über fast 3 Tage definiert, laut Auskunft des Freundes ist der Mieter untergegangen, sowohl sozial als auch gesundheitlich/psychisch. Einsam in der Wohnung zu sterben stelle ich mir jedenfalls nicht schön vor.
Und wenn dann auch noch die Polizei im Haus steht und bei den Nachbarn herumfragt, ist die Verwirrung gross; wie sich herausstellte, war die Polizei jedoch wegen einer ganz anderen Sache im Haus.
Als Vermieter bzw. Verwaltung bekommt man meist nur wenig davon mit, im letzten Jahr hatte ich z.B. nur ein einziges Mal telefonischen Kontakt zu dem Mieter.
Immerhin habe ich durch die Nachfrage einer Nachbarin wegen des Polizeieinsatzes überhaupt erst erfahren, dass der Mieter verstorben ist, Freund und die einzig verbliebene, nicht in der Nähe wohnende Verwandtschaft hatten uns noch nicht informiert.
Gestern erreichten wir den Freund auf dem Handy des Mieters und konnten uns verabreden, um die nächsten Schritte zu besprechen. Der Freund ist mit dem ausräumen und sortieren und dem ganzen Schriftkram immer noch ziemlich beschäftigt, die Renovierung der Wohnung wird daher der Vermieter in Absprache mit den Erben übernehmen.
In einer Wohnung wird gelebt. Und manchmal auch gestorben ...

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