Meine erste Betriebskostenabrechnung habe ich noch komplett zu Fuss gemacht, mit Taschenrechner und Formular, daran erinnere ich mich mit Grausen, zumal es in dem damals frisch erstandenen Haus keine einheitlichen Umlageschlüssel gab, sondern für jede Wohnung ein anderes System.
Inzwischen gibt es Gottseidank Software, wobei auch die sich stetig weiterentwickelt, nicht nur aus rein technischer Notwendigkeit. Jedes Jahr oder fast jedes Jahr müssen neue gesetzliche Regelungen und Änderungen eingearbeitet werden.
Irgendwann sind wir nun bei einer grösseren Softwarelösung angekommen, die sowohl Eigentums- als auch Mietwohnungen verwalten kann. Die funktioniert bisher hervorragend, der Support war immer zur Stelle, wenn man ihn brauchte und die jährlichen Updates sind zwar nicht billig aber eben notwendig.
Inzwischen ist das Unternehmen von einer grossen Softwarefirma übernommen worden und die Software hat ein neues, noch dickeres Handbuch bekommen.
Das allein ist im Prinzip nichts kritikwürdiges, aber beim Umzug auf einen neuen, schöneren Rechner bekam ich es mit mangelnder Usability zu tun. Plötzlich liess sich das Buchungsformularfenster nicht mehr ausfüllen, es wurde einfach mittendrin abgeschnitten. Fenster aufziehen? Pustekuchen. Einstellungen innerhalb der Software vornehmen? Mitnichten. Erst mit Hilfe des Supports konnte das Fenster wieder bebuchbar gemacht werden, und zwar musste dazu tatsächlich eine kleinere Schriftart in den Windows Systemeinstellungen gewählt werden. Das fand ich für eine eigentlich ausgereifte Software doch sehr merkwürdig.
Tja, und beim letzten Update wurde uns dann die doppelte Buchführung "untergeschoben", die wir gar nicht brauchen. Das liess sich ebenfalls nicht innerhalb der Software umstellen, sondern dazu musste - mit Hilfe des Supports natürlich, von allein wäre ich da niemals drauf gekommen

- eine bestimmte Datei umbenannt und damit deaktiviert werden. Das fand ich genauso merkwürdig.
Und das hat mich doch ein bisschen genervt, es wurde also Zeit, sich auf dem Markt nach Alternativen umzusehen. Im Zeitalter von
Software as a Service und
Cloud Computing käme z.B. auch eine Onlinelösung in Betracht.
Ich habe mal ein bisschen gesucht, viel gibt es da ja anscheinend noch nicht, ausser einigen grossen Anbietern, die für kleine oder mittlere Hausverwaltungen kaum in Betracht kommen und die gleich das ganze Facility Management anbieten, ist mir nur eine passende
Hausverwaltung Software namens
Immoware24 aufgefallen.
Die Vorteile einer online outgesourcten Hausverwwaltung liegen eigentlich auf der Hand, z.B. nicht mehr regelmässig komplizierte Updates einspielen, die Software bei neuen Releases nicht dauernd neu konfigurieren, keine Neuinstallationen beim Rechnerumzug (habe ich gerade hinter mir, ging allerdings recht unkompliziert) mit Sicherung und Rücksicherung der Daten etc.pp.
Ein bisschen unsicher bin ich jedoch immer noch bei der Datensicherheit. Solange es sich
nur um Adressdaten handelt, die schliesslich in jedem Telefonbuch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, mag das vielleicht nicht so schlimm sein, kritisch wird es meiner Meinung nach jedoch, wenn Abrechnungsdaten, Finanzdaten und sogar Kontodaten nicht sicher archiviert sind und bei einem erfolgreichen Hack allzuleicht miteinander verknüpft werden könnten.
Am liebsten wäre mir persönlich jedoch, wenn kritische Daten nur auf einer lokalen Festplatte gespeichert würden und nur bei Bedarf mit den anderen Daten verknüpft werden müssten. Aber vielleicht ist das schon wieder zu kompliziert?
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