Wer kann, sollte sich da ähnlich wie beim Strom aufmachen, Preise vergleichen, Vertragsbedingungen ansehen und evt. wechseln. Viele wissen es vielleicht noch nicht, aber das geht im Prinzip genauso einfach, wie beim Wechsel des Stromanbieters. Ich schreibe jedoch "Wer kann", weil wir z.B. mit einigen Häusern an eine Fernwärmestation angeschlossen sind und somit leider keine Wahl haben, sondern immer schön die Preise schlucken müssen, die die Stadtwerke uns präsentieren.
Mit einem Haus habe ich jedoch bereits einen Gasanbieter-Wechsel durchführen können und mich dazu einer entsprechenden Preisvergleichsseite bedient. Man gibt einfach die Postleitzahl ein und den letzten Gasverbrauch, der meist über ein Jahr ermittelt wurde. Schon bekommt man eine Auflistung an möglichen Alternativen inklusive des Einsparpotentials.
Zu beachten wären bei der endgültigen Auswahl des neuen Gasanbieters auf jeden Fall die Vertragsbedingungen, z.B. wie lange eine eventuelle Mindestvertragslaufzeit ist und wie lange eine Preisgarantie gilt. Beide Zeiträume sollten mindestens übereinstimmen, eine Preisgarantie sollte zudem nicht nur 3 oder 6 Monate gelten, sonst ist man evt. gezwungen, gleich wieder den Gasanbieter zu wechseln. Ebenso sollten Kündigungsfristen bzw. automatische Vertragsverlängerungen nicht ausser acht gelassen werden.
Eine zu hinterlegende Kaution oder gar Vorkasse kamen bzw. kommen für mich persönlich nicht in Betracht, selbst wenn der Gaspreis dadurch noch günstiger sein sollte, aber das Risiko eines Ausfalls wäre mir zu hoch.
Alles, was man noch über einen reibungslosen Wechsel des Gasanbieters wissen muss, kann hier nachgelesen werden, der Artikel ist ausführlich und verständlich geschrieben: Die Checkliste
Übrigens sollte man nicht dem Irrglauben verfallen und denken, die grossen Energiekonzerne wären immer per se diejenigen mit den günstigsten Preisen, kleinere und unabhängige Unternehmen reihen sich viel öfter in die Liste günstiger Gasanbieter ein.
Neben dem Preis dürfte ein weiterer Vorteil meiner Meinung nach sein, dass man nicht bei einem Call-Center landet, wenn es mal etwas telefonisch zu klären gibt; mit den Call Centern grosser Anbieter habe ich inzwischen nämlich schon so manche Erfahrung gesammelt, die nicht dazu angetan ist, in solchen Einrichtungen gesteigerten und kompetenten Service zu erwarten.
So, nachdem ich also alles verglichen und mir einen Kandidaten ausgesucht hatte, forderte ich den Vertrag an, dieser wurde unterzeichnet und ich glaube, der neue Anbieter hat sich auch um die Kündigung beim alten Gasanbieter gekümmert. Das ganze dauerte tatsächlich ungefähr 6 Wochen, und hängt natürlich auch von den Kündigungsfristen ab. Seit letztem Jahr sind wir daher glückliche Nutzer eines neuen Gaslieferanten und wie ich bei der ersten Abrechnung gesehen habe, hat das den Mietern, es handelt sich um ein Haus mit 19 Wohneinheiten, eine schöne Ersparnis von fast 2000 € eingebracht.
Dafür hat sich der Aufwand gelohnt, zumal es nicht wirklich schwierig war. Also los, Hauseigentümer und -verwalter, ihr könnt das auch.

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